Pageria

Manege frei (Teil 1)

Nachdenklich schauen sie zum Pokal und überlegen wie es nun weitergehen soll. Wohin gehen sie zuerst, zur Burg oder zurück zum Zirkus? Es bleibt nicht mehr viel Zeit zum überlegen, sie müssen sich entscheiden was wichtiger ist.
Was bisher geschah:
Überall auf den Straßen waren die Menschen aufgebracht und der Zirkus war Gesprächsthema Nr.1. Von seltsamen und unheimlichen Dingen war die Rede und von allerlei Unnatürlichem. Viele wollten einfach nur, dass er so schnell wie möglich weiterzieht und einige Bauern mussten beruhigt werden, damit sie nicht mit ihren Mistgabeln die Zelte stürmten. Auch der kleinen Gruppe, die auf dem Weg zur Nachmittagsvorstellung war, ging einiges durch den Kopf. Warum hatte man ausgerechnet sie ausgewählt für diese Aufgabe. Suchte man ein Sündenbock, falls etwas schief gehen sollte. Sie hatten erst vor kurzer Zeit in der Kreuzwegfeste angeheuert, waren alle noch jung und unerfahren. Es war der erste Auftrag den sie bekommen hatten von Wargon, dem Burgherren persönlich, und wahrscheinlich waren sie nur zur falschen Zeit am falschen Ort . . . oder war der ein oder andere ganz bewusst zu dieser Zeit an diesem Ort? Die Kutsche, die kurz vorher die Burg wieder verlassen hatte war nicht zu übersehen und das Zeichen der Pelorus Iluminata auch nicht. Man fragte sich schon was die hier wohl zu suchen gehabt hatten. Kurz darauf wusste man die Antwort, der Sohn des Kunichs wollte in drei Tagen den Zirkus besuchen und so hatte man den Auftrag bekommen das fahrende Volk vorher zu überprüfen. Es blieb nicht mehr viel Zeit, am nächsten Mittag wurden sie bereits zurück erwartet um Bericht zu erstatten und um eventuelle Vorkehrungen treffen zu können.
Auf der kurzen Reise hatten sie etwas Zeit um sich kennen zu lernen: Bruder Johannes, ein Pelorist; Telgar, ein südländischer Zauberer; Sunya, eine Kämpferin und Karina, eine Späherin. Als am Straßenrand etwas bemerkt wurde, konnte nun jeder zeigen was er drauf hatte, und die Vier arbeiteten auf Anhieb gut zusammen. Beim Ansturm eines wild gewordenen Ebers wusste jeder, auch ohne viele Worte, was zu tun war. So wurde dieser recht schnell zur Strecke gebracht. Sie entdeckten in der Nähe außerdem noch eine Leiche. Es war ein Elf mit gebrochenen Armen und Beinen, aber in voller Ausrüstung. Wahrscheinlich war es kein Raubüberfall sondern eher ein Unfall, auch wenn es etwas seltsam erschien. Er hatte eine Nachricht dabei auf der stand, dass er der Spur bis hierher gefolgt sei und dass der Bogen hier sein müsse. Niemand wusste damit etwas anzufangen, also nahm man seine Sachen in Verwahrung und Bruder Johannes gab ihm das letzte Geleit.
Kurz vor Ankunft trennten sich die vier “Partner”, denn so wurden sie erstmal nicht zusammen gesehen und jeder konnte auf seine Weise nachforschen, ob alles mit rechten Dingen vor sich ging. Johannes, der hin und wieder eine magische Überprüfung machte, setzte sich mit Sunya in die erste Reihe. Sie schauten sich die Vorstellung von Anfang bis Ende sehr genau an, und Sunya wollte sehen, wie die Akteure auf Provozierungen reagierten. Auch Telgar setzte im Zelt seine arkanen Kräfte ein, und schlich sich dann aus raus um sich außerhalb etwas genauer umzuschauen. Leider lief er einigen Arbeitern in die Hände und wurde freundlich gebeten den Zeltplatz wieder zu verlassen. Er blieb den Rest der Vorstellung am Zelteingang beim Türsteher, einem wortkargen, tätowierten Zwerg. Karina sah sich erst im Zelt genauer um, nahm die Ehrentribühne und die Ränge genauer unter die Lupe. Dann ging auch sie aus dem Zelt und beobachtete aus einem sicheren Versteck das Geschehen auf dem Zeltplatz. Johannes und Sunya durften sich nach der Vorstellung ganz offiziell überall umschauen und wurden herumgeführt. Alle kamen zu dem Ergebnis, dass es sich um eine aufwändige, mit außergewöhnlichen Kreaturen besetzte, aber harmlose Vorstellung handelt. Die Frage blieb aber noch offen, ob man das auch in der Form weitergeben würde oder ob es vielleicht besser wäre es gefährlicher zu machen als es tatsächlich ist. Falls der Kunichsohn trotzdem hingehen sollte und etwas unerwartetes passiert, wäre man abgesichert.
Es wurde gerade beschlossen den Rückweg anzutreten, da kamen einige aufgebrachte Frauen den Weg entlang, die um Hilfe baten, denn in einem nahegelegenen Weiler, unweit von hier, sei ein Mord geschehen. Man versuchte erstmal beruhigend auf sie einzuwirken und auf dem Weg erzählten sie die ganze Geschichte. Der Täter, ein Knecht, war bekannt, denn er wurde auf frischer Tat ertappt und in den Keller eingesperrt. Im Wirtshaus angekommen sah man sich erst den Tatort genauer an. Der Mord wurde vor dem Kamin verübt und nach einer magischen Überprüfung kam heraus, dass auf dem Kamin ein stark magischer Pokal stand. Nun wollte man den Täter befragen, aber im Keller angekommen stellte man fest, dass auch für ihn jede Hilfe zu spät kam. Die Kehle war durchgeschnitten und die Tatwaffe lag neben ihm. Kobold-Spuren konnten durch einen Geheimgang nach draußen verfolgt werden, sie verschwanden in Richtung des Zirkus. War das nur ein Zufall? Der Pokal wurde genauer untersucht und es kam heraus, dass es sich um den Pokal der Allsicht handelte, dessen Besitzer ein Magier aus dieser Gegend gewesen war. Vor langer Zeit wechselte der Gegenstand nach einem langen Kartenspiel den Besitzer und seither stand er auf dem Kamin. Es heißt, dass er, mit dem Wasser aus einem besonderen Brunnen gefüllt, verborgene Orte zeigt. Man beschloss die Nacht im Wirtshaus zu bleiben und am nächsten Morgen ganz früh aufzubrechen. In der Nacht stürmten einige Kobolde das Wirtshaus und es kam zum Gefecht, diesen konnte man aber erfolgreich abwehren und nach einer Befragung wurde klar wer hinter alledem steckte. Die Hellseherin aus dem Zirkus, die alle natürlich schon von Anfang an seltsam fanden.

Comments

Hoi,

ich habe mir mal erlaubt ein paar Verlinkungen im Text zu setzen.

Manege frei (Teil 1)
DerKunich

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